Archiv der Kategorie: Zeitgeist

Smalltalk

10 Jahre darkIkarusEssence

Etwas über ein Jahr ist es her, dass an dieser Stelle ein aktueller Blogeintrag stand. Deshalb möchte ich eine Entschuldigung vor allem an meine wenigen Stammleser richten, die zum großen Teil ihre eigenen Blogs haben, die ich innerhalb dieses Zeitraums als Leser ebenfalls sträflich vernachlässigt habe. In diesem Sinne: Tut mir Leid. Darüberhinaus schreibe ich diesen Beitrag, da mein 10jähriges blogales Jubiläum ansteht – das neunte wurde ja sträflichst ignoriert (Nach Windows 8 kam ja auch Windows 10, ebenso wie nach dem iPhone 8 das iPhone X kommt…).  Und ja: auch dieses mal wird es ein Gewinnspiel geben, falls ihr einen weiteren Anreiz braucht, euch durch die nächsten Zeilen zu bemühen. Dazu am Ende mehr. Beginnen wir also…

Wie ich bereits im Oktober 2015 schrieb, wohne ich seitdem in der Hansestadt Hamburg, weit im Norden, fernab von der ursprünglichen Heimat und ich mag es hier soweit. Mir gefällt die Stadt, meine Studienfächer, meine Bleibe in der WG. Und trotzdem bin ich vielseitig gestresst, sodass ich meine Freizeitgestaltung, zu der auch das Bloggen gehört, großräumig umgestellt habe. Die Kontaktsuche und -aufrechterhaltung zu Leuten in der neuen Umgebung steht dabei im Vordergrund. Auf der anderen Seite beschäftigt mich mein derzeitiges Studium, das eben aus verschiedenen Fachbereichen besteht und in dem ich wieder einmal versuche, möglichst viel daraus mitzunehmen. Darüberhinaus wird die Stadt und die Umgebung erkundet, Kulturelles besichtigt und die Sache mit dem Sport steht auch schon lange auf der Vorhabenliste. Wenn ich daher etwas gelernt habe in den letzten zwei Jahren, dann, dass es einfach nicht möglich ist, „auf allen Hochzeiten zu tanzen“. Ich muss Prioritäten setzen.

Die Opfer, die gebracht werden mussten: Mein YouTube-Channel, mein Blog, meine Hobbies in den Bereichen Sprachen und Gaming. All das würde ich gerne wieder angehen, aber der Reihe nach und vor allem langsam. Mit diesem Blogeintrag möchte ich einen Anfang machen und, ohne Erwartungen wecken zu wollen, könnt ihr ab nun jeden Monat wieder mindestens einmal von mir an dieser Stelle lesen. Darüberhinaus gibt es von mir demnächst immer wieder Beiträge bei geek-germany.de, einem neuen Projekt, das sich verschiedenen Bereichen des Geektums verschrieben hat und an dem ich ab nächsten Monat partizipiere. Insbesondere Reviews, die ihr bisher in diesem Blog fandet, werden in Zukunft dort veröffentlicht. Einen Verweis auf Selbige werde ich dann allerdings hier posten.

Und nun zum Gewinnspiel, auf das ihr natürlich gewartet habt. Wieder einmal wird es sich lohnen, daran teilzunehmen, insbesondere in diesem Jahr, denn zum runden Jubiläum werde ich drei Preise raushauen: Ein Buch, ein Film und ein Spiel. Die Gewinner werden vom ersten bis zum dritten Platz der Reihe nach entscheiden dürfen, welchen der drei Preise sie möchten. Ich wähle dann, in Absprache den jeweiligen Gewinn, sodass sichergestellt ist, dass jeder Gewinner etwas damit anfangen kann. Was ihr dafür tun müsst? Schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Artikel, in dem ihr sagt, welche Art von Beiträgen ihr demnächst hier lesen wollt. Mehr Politisches? Gesellschaftliches? Kulturelles? Kurioses? Sollte irgendein Thema der Vergangenheit wieder hervorgeholt und vertieft werden? Gestaltet den Blog mit! Einsendeschluss ist der 31. Oktober um 24 Uhr, ihr habt also genügend Zeit.

Außerdem würde ich mich freuen, wenn ihr diesen Beitrag auf euren Blogs und in Netzwerken teilt oder Mundpropaganda laufen lasst, sodass die Entwicklung von darkIkarusEssence wieder angeworfen wird. Jedes Feedback ist hilfreich!

Bis dahin bedanke ich mich bei allen bisherigen Lesern und freue mich schon auf Neulinge. Willkommen (zurück) bei d.I.E.!

Advertisements

Fantasy Filmfest: Creepy

Nach dem Japan-Filmfest im Juni, bin ich nun auf dem nächsten Hamburger Filmfest unterwegs – dem Fantasy Filmfest.  Und eigentlich wollte ich dort in den Eröffnungsfilm „Swiss Army Man“, der leider ausverkauft war. Nun gut, das lässt sich nachholen, ein Film mit Daniel Radcliffe wird vor Mainstreamkinos nicht Halt machen. Immerhin wurde mir von Daniel „Schröck“ Schröckert, dem ich im Foyer kurz begegnete, versichert, dass er ganz und gar großartig, wenn auch traurig sein soll. Mehr dazu gibt es sicher in der nächsten Ausgabe von Kino+.
Nun aber zum eigentlichen Thema, denn was würde ich im Kino machen, wenn ich keine Karten für den Wunschfilm bekommen habe? Einfach einen anderen Film sehen, der ebenfalls vielversprechend klang: Ein kleiner, aber feiner japanischer Thriller namens CreepyFantasy Filmfest: Creepy weiterlesen

Da Hype is real

Nun ist es passiert: Die letzte Woche noch in den USA und Australien erfolgreich gestartet, geht ab heute auch hier die große Echt-Lebens-Suche nach den Pokémon los. Eigentlich habe ich dem keine große Bedeutung beigemessen, nicht einmal als die Tagesschau recht prominent über das „neue große Ding“ in den USA berichtete. Doch nachdem mir heute mehrere Kommilitonen entgegen kamen, die mit Videospielen normalerweise wenig bis gar nichts am Hut haben, und mir ihre neuesten, digitalen Errungenschaften in Pokémon Go zeigten, stimmte mich das ein wenig nachdenklich…

03242016-169

Richtiggehend bemerkenswert bis surréal war im Anschluss der Gang mit einem dieser Kommilitonen durch einen der hiesigen Stadtparks. Überall waren Menschen, die auf ihr Handy starrend durch die Gegend liefen. Nun ist dies selbstverständlich nichts Ungewöhnliches, gehen die Menschen doch überall in der Stadt auf dem Schlaufon tippend durch die Gegend, um sich Nachrichten per What’sApp, Facebook oder Twitter zu senden. Doch diesmal tippte keiner. Stattdessen liefen sie zielstrebig, wie einem Navigationsgerät folgend in eine Richtung, drehten sich und liefen in eine andere. In der Regel handelte es sich dabei um Menschen in den 20ern, doch zwischenzeitlich konnte man auch Mitt-30er erkennen oder Väter, die mit ihren Kindern auf Spurensuche waren.

Was man hier erkennt, ist zweifellos eine Win-Win-Win-Win-Situation, denn alle gewinnen irgendwie: Was die Sportprogramme der großen Versicherer und Aufklärungskampagnen des Staates nicht schaften, gelingt einer kleinen App: Die Leute bekommen Bewegung. Die wiederum haben einfach nur Spaß an der Pokémon-Suche und freuen sich, neue, unbekannte Orte zu entdecken. Dann profitieren die Geschäfte, die ale „Poké-Stops“ fungieren und bei denen sicher der ein oder andere einen Euro dalässt. Und nicht zuletzt profitiert Nintendo und der Entwickler Niantic, die sich mit dem Programm eine goldene Nase verdienen, immerhin ging der Aktienkurs durch die Decke. Wohl dem, der dies vorausgeahnt hatte.

Die einzigen Verlierer sind die Datenschützer, denn natürlich gibt es die App, auch wenn sie kein Geld kostet – In-App-Käufe mal ausgenommen, nicht umsonst. Natürlich muss man wieder mal seine Seele verkaufen oder zumindest sein Leben offen legen, inklusive der automatisch angelegten Bewegungsprofile. Aber vielleicht muss man sich daran einfach gewöhnen, in dieser modernen Welt. Und die Suchtgefahr ist natürlich inbegriffen. Auch ich konnte mich dem kleinen Erfolgsgefühl nicht erwähren, als ich meinem Kommi half, ein Pikachu zu fangen. Trotzdem werde ich mir die App, allein schon aufgrund Daten- und Akkulimit, nicht zulegen. In diesem Sinne: Frohes Jagen!

Brexit – das ungewollte Ergebnis

Da haben wir den Salat. Oder die Minzsauce. Oder der Plumpudding. Oder Chips & Vinegar. Ach die Briten haben einfach keine vergleichbar schöne Speisenallegorie, was sicher auch mit der heimischen Küche dort zu tun hat. Dahingehend könnte man ja fast froh über das Ergebnis sein, denn endlich kann man die Strafzölle auf ungenießbare Speisen erheben, die diese verdienen. Doch Europa ist angesichts des politischen Erdbeben immer noch gelähmt, war man sich doch – inklusive der Obrigkeit von der UKIP, die die „Leave“-Kampagne anführten so sicher, dass es nicht zum Ergebnis kommt, mit dem wir jetzt umgehen lernen müssen: Der Brexit wird Realität. Brexit – das ungewollte Ergebnis weiterlesen

Ein neues Leben – woanders so anders

Da bin ich nun also, am Ziel einer langen Reise. Sieben Stunden hatte es gedauert mit dem Umzugstransporter über die weitestgehend gerade Strecke gen Norden zu fahren. Mit freundlicher Unterstützung meines Vaters habe ich es aber letztlich geschafft, meinen kompletten Haushalt einer 30 m² Wohnung größtenteils in ein 21 m² Zimmer zu bekommen. Was nicht gebraucht wurde, landete im Keller oder auf dem Dachboden. Der Rest blockiert derzeit noch die Freiräume im Zimmer. Die Möbel stehen zwar bereits dort, wo sie hin sollen, ich denke jedoch, dass es noch gut zwei bis drei Wochen dauern wird, bis ich alles so eingeräumt und hergerichtet habe, dass ich sagen kann: So will ich leben. Ein neues Leben – woanders so anders weiterlesen

Die letzte Ehre…

Mein Blog verkümmert, meine Motivation war die letzten Monate auf dem Tiefpunkt, ebenso wie mein Zeitmanagement. Doch in diesen Zeiten werde ich mich nicht lumpen lassen und einen Post verfassen, um einen Mann zu ehren, der maßgeblich Einfluss auf mein Hobby und damit mein Leben nahm, denn letztes Wochenende ist der Präsident von Nintendo, Satoru Iwata, verstorben. Die letzte Ehre… weiterlesen

Ist das Satire?

Zum Einstieg in diesen Blogbeitrag möchte ich erstmal ein gedankliches Slowclap anbringen. Dies gilt in erster Linie Herrn Böhmermann. Was war geschehen? Ich nehme an, die meisten sind bereits informiert, aber für diejenigen, die sich weniger mit unserer politischen und medialen Landschaft beschäftigen, könnte es dennoch verwirrend sein, also von Vorne… Ist das Satire? weiterlesen

Bürgerliche Rechte

Ein Ruck geht durch Deutschland, doch nicht von der freundlichen Sorte. Wer in den vergangenen Tagen die Nachrichten verfolgt hat, der wird auf eine obskure Abkürzung gestoßen sein: PEGIDA – Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. Ausgeschrieben finde ich ein Substantiv darin widerlicher als das nächste, heuchlerischer als das vorherige. Warum, möchte ich im folgenden ausführen. Bürgerliche Rechte weiterlesen

Weihnachtstraditionen

Weihnachtsmärkte… entweder man liebt sie oder man hasst sie. Dazwischen gibt es nichts, könnte man meinen. Ich selbst bin kein großer Fan von ihnen, aber ich verachte sie auch nicht. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Trotzdem werde ich jedes Jahr von irgendwem mitgeschleppt, weil das ja so schön, so romantisch oder sonst was sein soll. Ich dagegen sehe es nüchtern Verkaufsort für Kitsch und überteuerter Speisen. Weihnachtstraditionen weiterlesen