HBC: Mushi-shi

Auf zum vorerst letzten Eintrag in der Reihe der Anime-Realverfilmungen. Diesmal mit einem reinjapanischen Film zu einem Anime, der leider ebenfalls nicht in hiesige Regionen vorgedrungen ist, zu dem ich aber an anderer Stelle bereits ein Kurzreview geschrieben habe: 蟲師 Mushi-shi.

Mushi-shi Live Action – Trailer

Mushi-shi sind Gelerte der Mushi, welche geisterhafte Wesen sind, die Einfluss auf die Natur und damit auch Welt der Menschen nehmen. Einer dieser Gelehrten ist Ginko, ein weißhaariger Mann mittleren Alters, der eines seiner Augen stets von einem Haarschopf verdeckt hat. Dies hat einen Grund, denn ein traumatisches Ereignis in seiner Kindheit nahm ihm das Augenlicht seines linken Auges. Nun zieht er wie ein Medizinmann durch die Lande und erlöst Menschen von ihrem Leid durch die Wesen der Mushi. So findet er sich in einem Dorf wieder, in dem ewige Stille herrscht und die Bewohner alle halbseitig taub sind. Der Grund sind parasitäre Mushi, die sich von Klängen ernähren. Doch der Mushi-shi kennt natürlich einen Weg, das Leiden zu lindern.

Der Live Action Movie ist sehr stark am Anime angelehnt und zitiert ein paar Episoden aus diesem, die er dann auf eigene Weise miteinander verknüpft. Einige Kameraeinstellungen gleichen dabei den Bildern des Anime 1:1. Auch die häufigen Rückblenden, welche die Hintergründe für Ginkos Verlust des Augenlichts und seine Beziehung zu den Mushi beleuchten, sind daraus entnommen. Dies führt leider auch zu dem Umstand, dass der Film in medias res – ex medias res geht. Ein richtiges Ende, das zu einer filmumspannenden Quintessenz gibt es so nicht. Dennoch schafft er es, den Zuschauer durch seine ruhige Atmosphäre, wie auch schon zuvor der Anime, in seinen Bann zu ziehen. Für Leute, die ohne Thrill nicht können, aber definitiv nicht zu empfehlen.

Für Interessierte gibt es den Film – leider in schlechter Qualität, aber untertitelt – vollständig auf YouTube zu sehen.

Wertung: ★★★★☆

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2 Kommentare zu “HBC: Mushi-shi”

  1. Ah, Mushi-shi. Das Anime war wirklich sehr schön. Den Live Action hab ich mir auch irgendwann (leider in miserabler Quali) angesehen, als ich auf einem Live-Action-Tripp war. Ich erinner mich gar nicht mehr an so viel, wahrscheinlich weil sich alles mit dem Anime überschneidet. Wird dann aber wohl auch ganz OK gewesen sein 😀

    1. Es gibt leider zu viele schlechte Live Action Movies. Was im Anime funktioniert, muss nicht notwendigerweise in der Realität funktionieren bzw. wirkt dort eher lächerlich. Grade weil man sich Mühe gibt, viele Dinge 1:1 umzusetzen.

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