HBC: Uzumaki

Vor einiger Zeit hat mein werter, blogoider Kollege eine ganze Reihe von verrückten Manga des durchgeknallten Genies Itô Junji vorgestellt. Darunter befanden sich auch zwei Werke, die ihren Weg auf die Kinoleinwand gefunden haben. Eines davon, Tomie, hatte er selbst bereits vorgestellt, das andere folgt nun: Uzumaki – Out of this World.

In der kleinen Stadt Kurouzu gehen merkwürdige Dinge vor. Dies bemerkt zumindest Kirie, als ihr Vater sich immer merkwürdiger verhält und auch in ihrer Schule alles nicht mehr seinen gewohnten Gang geht. Verzweifelt versucht sie ihren Freund davon zu überzeugen, dass es besser wäre zu fliehen, ohne zurückzublicken, doch da laufen die Dinge schon aus dem Ruder. Denn ihr Vater, der nach und nach alles angesammelt hat, was irgendwie spiralförmig ist, wird durch einen Waschmaschinenunfall selbst zur Spirale…

Menschenschnecken? Rauchwirbel von Eingeäscherten? Spiralobsessionen? So etwas kann auch nur einem Japaner einfallen. Und so ist es auch: Itô ist in Sachen Kreativität durch Verrücktheit ganz weit vorne und auch viele seiner anderen Ideen sollten meiner Meinung nach verfilmt werden. Leider bieten aber die meisten Geschichten nur einen netten Aufhänger, sodass kein kompletter Film damit gefüllt werden kann. So ist es auch mit Uzumaki, der unglaublich behäbig anfängt und auch nur schwer in die Gänge kommt. Die Ideen sind brillant, ebenso die visuelle Umsetzung, wenn auch hier und da ein bisschen der Trash-Unterhaltungsfaktor mitspielt. Aber die gerade mal 90 Minuten ziehen sich doch ziemlich und am Ende fragt man sich, was man da gerade nur gesehen hat, sofern man nicht an japanischen Trah gewöhnt ist.

Wertung: ★★☆☆☆

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4 Kommentare zu “HBC: Uzumaki”

  1. Ah, Uzumaki. Den wollte ich damals ja auch erneut schauen und habs dann vergessen. Witzig, dass er so wenig Inhalt bietet – der Manga geht immerhin über ganze drei Bände, während sich bei der Verfilmung jemand gesagt hat, die ersten zwei Kapitel reichen voll aus, 90 Minuten damit zu füllen. Zugegebenermaßen wird der Manga nach dem Tod der Eltern etwas episodisch, ist vielleicht also nicht so FIlm-geeignet. Dafür fehlt natürlich auch die Auflösung des Spiralen-Fluchs, so weit, wie es im Manga zumindest eine gibt. War zumindest eines seiner besseren Werke, schade das die Verfilmung so etwas dahindümpelt.

    1. Ja was ist denn nun der Grund dafür? Es hatte ja irgendwas mit dem „Libellenteich“ zu tun, das wurde zumindest kurz im Film angerissen, aber nicht mehr ausgeführt.
      Ich fänd ja eine Verfilmung von Hellstar Remina spannend. Vielleicht sollte sich das kreativfreie Remake-Hollywood da mal dran machen. Wobei so eine „Trashstory“ eigentlich schon Low Budget verlangt…

      1. Wie so viele Ito-Manga nimmt das recht apokalyptische Ausmaße an. Die ganze Stadt wird von der Welt abgeschottet, alles verwandelt sich in eine Spirale, alle sterben. Das Pärchen entdeckt dann unter dem See eine Spiralförmige Stadt und ohne wirklich zu erklären, was die da tut, sterben die beiden dann als Doppelspirale zusammen dort unten. Hier merkt man stark Itos Lovecraft-Inspiriertheit. Es ist quasi, als wäre die Stadt auf einer Ruinenstadt des Cthulhu-Mythos erbaut, dessen Aura alles in unerklärlichen Wahnsinn stürzt.

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