Freitags-Review: Cypher

Vor einiger Zeit habe ich euch an dieser Stelle die Cube-Trilogie vorgestellt, ein Sci-Fi-Thriller mit Gore-Elementen. Nun wird es Zeit, sich ein weiteres Werk des Regisseurs des Original-Teils, Vincenzo Natali, anzusehen. Und auch dieses mal betreten wir das genannte Genre, allerdings ohne Gore: Cypher.

Bevor ihr den folgenden Trailer anseht, seid gewarnt, denn es es wird etwas zuviel Information gestreut, die unter Umständen etwas spoilern könnten.

Morgan Sullivan ist eigentlich ein langweiliger Mann: glücklich verheiratet, beruflich fest im Sattel, keinerlei außergewöhnliche Hobbies. Doch er bekommt eines Tages vom Konzern Digicorp ein Angebot unterbreitet, und zwar unter falscher Identität Industriespionage beim größten Konkurrenten, Sunways, durchzuführen. Unter dem Namen Jack Thursby bereist er das ganze Land und nimmt an verschiedenen Kongressen von Sunways teil. Bei sich trägt er ein Spionagegerät im Kugelschreiber. Die belanglosen Konferenzen über Vermarktungsstrategien verschiedenster Produkte laugen ihn aus und er bekommt immer heftigere Kopfschmerzen, bis er der schönen Agentin Rita begenet, mit deren Hilfe er den wahren Kern der Konferenzen erkennt: Eine Massengehirnwäsche der Teilnehmer.

Cypher ist ein interessanter kleiner Film, der zwar keinen großen Lärm macht, aber dafür eine ausgeklügelte Story besitzt. Nach und nach wird man immer verwirrter, wer jetzt für wen arbeitet und was die wahre Identität der beteiligten Personen ist. Gegen Ende kommt dann noch die ein oder andere Schlüsselszene, die einen nachdenklich stimmt und dazu ermuntert, den Streifen noch einmal anzusehen, um beim zweiten Mal besser aufzupassen, was eigentlich abgeht. Leider können nicht alle Schauspieler mit der Qualität des Drehbuchs mithalten und insbesondere Lucy Liu wird ihrer dargestellten Figur nicht ganz gerecht, von ihrem starren Mienenspiel ganz abgesehen.

Wichtig zu erwähnen sei auf jeden Fall, dass man, auch wenn es sich wieder einmal um einen Sci-Fi-Thriller des Regisseurs handeln sollte, kein Cube erwarten sollte. Es ist tatsächlich etwas ganz anderes mit weniger mathematischem Fachvokabular und philosophisch-ehtischem Ansatz als viel mehr ein Verwirrspiel um Identitäten und Motive. Wer sich aber darauf einlässt, bekommt gute Unterhaltung für einen Abend. Zur Berieselung und zum Hirnabschalten ist der Film aber definitiv nicht zu Empfehlen.

Fazit: ★★★★☆

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