HBC: Cube Zero

Da sind wir wieder und werfen einen Blick auf den verbleibenden Teil der Reihe um das Horrorlabyrinth. Nach Cube und Cube 2 kommt logischerweise… Cube Zero!

Ein Mann wacht in einem würfelförmigen, metallischen Raum auf. An allen Seiten des Raums befinden sich Luken, die in weitere würfelförmige Räume führen. Eine Weile wandert er herum, ziellos, auf der Suche nach einem Ausgang. Als er einen weiteren Raum betritt, hört er ein Geräusch und zwei Stifte fahren aus der Wand aus deren Ende eine Flüssigkeit in den Raum gesprüht wird. Zunächst in Todesangst, bemerkt der Mann erleichtert, dass es sich wohl um Wasser handelt und beginnt diese begierig von seinen Fingern zu saugen, um seine fortschreitende Dehydration zu bekämpfen. Doch kurz darauf muss er feststellen, dass die Flüssigkeit, die er für H2O hielt, eine unerwartete Nebenwirkung mit sich bringt…

Dies alles können Wynn und Dodd am Bildschirm verfolgen, während sie ihrer Arbeit nachgehen: Der Überwachung und Bearbeitung der Akten derer, die in den Cube gesteckt wurden. Zu diesen zählt auch Cassandra Rains, die, wie sich noch herrausstellen wird, im Gegensatz zu den übrigen Mitstreitern unschverschuldens dort drin gelandet ist. Ein Fakt, der von Wynn bemerkt wird und sein Gutmenschtum aktiviert, sie aus dieser misslichen Lage zu befreien. Doch da hat er die Rechnung ohne die Cube Corpopration gemacht.

Mit der dritten Runde wird einiges anders und zugleich kehren wir zurück zu den Wurzeln. Denn der vorliegende Teil ist, der Titel schon andeutet, tatsächlich ein Prequel zum Original. Hierfür ist man zurückgerudert zum ursprünglichen, metallischen Design des Würfels, hat ihn allerdings dreckig, abgewetzt und angerostet dargestellt. Interessant ist hierbei vor allem die Tatsache, dass der Großteil des Films „out of the box“ spielt. Auf diese Weise erfährt man viel über die Hintergründe und letztlich auch den Sinn des Würfels als Werkzeug der Läuterung, eine Art künstlich erschaffenes Fegefeuer. Dies manifestiert sich im Film auch in der simplen Frage „Glauben Sie an Gott?“, deren Beantwortung über eine mögliche Rückkehr ins Leben entscheidet.

Doch auch der dritte Teil reicht nicht an das Original heran, was vor allem an der deutlich abgefalleneren schauspielerischen Leistung sowie dem Faktum, das einem, wie schon in Hypercube, die meisten Charaktere egal sind. Man lernt sie ohnehin nur oberflächlich kennen, bevor sie in der nächsten Falle terminiert werden. Und auch diesmal lassen sich die Protagonisten erahnen, die es hinaus schaffen, wenn auch mit kleineren Abstrichen. Aus diesem Grund bleibt zwar ein von der Grundsituation spannender Film, der etwas mehr Feinschliff bedürfte, um dem Ursprungsteil gerecht zu werden, aber das Cube-Universum weiter ausbaut und den Weg für ein Sequel ebnet, das möglicherweise komplett außerhalb des Labyrinths spielt und dort die Struktur der totalitären Gesellschaft in der dystopischen Zukunft zeigt, in der sich die Reihe verorten lässt. Doch es ist nicht damit zu rechnen, dass der Nachfolger passieren wird.

Wertung: ★★★☆☆

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2 Kommentare zu „HBC: Cube Zero“

  1. Mir hat Cube Zero auch erneut gut gefallen. Zurück zu den guten Wurzeln, sich aber darauf besinnend, dass man doch etwas mehr bieten muss, und somit eine kleinen Einblick in die Außenwelt gibt – wenn auch hauptsächlich auf die zwei Überwachenden. Ich kann mich allerdings gar nicht dran erinnern, dass er die großen Fragen beantwortet hätte… vielleicht war mir die philosophisch-religiöse Begründung aber auch einfach zu doof und seicht, nicht gut genug. Der erste Teil gefällt mir mit seiner minimalistisch-simplen Eleganz immer noch am Besten, aber es ist schon gut, dass man im dritten Teil dennoch nicht einfach 1:1 dies kopiert hat.

    1. Na er hat zumindest beantwortet, wozu der Würfel da ist. Wer ihn gebaut hat, wissen wir durch Teil 2. Wie gesagt: Ich würde mich über einen weiteren Teil freuen, der fast komplett außerhalb des Cubes spielt und zeigt, wie die Gesellschaft strukturiert ist. Im Grunde ein weiterer dystopischer Zukunftsthriller, aber trotzdem wäre es eine interessante Ausgangssituation.

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