HBC: Love Exposure

An anderer Stelle hatte ich sicher mal einen gewissen Sono Sion erwähnt, der mit kontroversen Werken wie Suicide Circle bekannt wurde. Diesem folgte ein Prequel, zu dem ich allerdings nicht viel sagen kann, sowie viele weitere Filme, die ich in nächster Zeit an dieser Stelle gerne vorstellen würde. Und beginnen werde ich mit dem ersten Teil der Hass-Trilogie: Love Exposure.

Love Exposure zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Es beginnt damit, dass der junge Yû von seinem Vater, der Prister ist, täglich zur Beichte gezwungen wird. Doch zu Beichten gibt es eigentlich nichts, also beschließt er nach zermürbenden Wochen, in denen er sich immer neue Lügen ausdachte und jede noch so kleine Sünde aufzählte, größere Sünden zu begehen. Und so wird er zum Upskirt-Fotografen ausgebildet, was dazu führt, dass er von seinem Vater verstoßen wird. In einer Vereinigung von Kleinkrimminellen findet er Rückhalt. Als er eine Wette im Rahmen seiner neuen Freunde verliert, muss er in Frauenkleidern herumlaufen und ein Mädchen küssen. Erstaunlicherweise gelingt ihm dies als er Yôko begegnet, in der er eine Art Maria sieht. Diese hasst allerdings alle Männer und will mit dem tatsächlichen Yû nichts zu tun haben, umso mehr ist sie in sein weibliches Pendant „Sasori“ verliebt. Richtig kompliziert wird es dann als ihre Ziehmutter mit Yûs Vater zusammenkommt und sie zu Stiefgeschwistern werden. Und letztlich schleicht sich eine Klassenkameradin in die Familie ein, indem sie vorgibt Sasori zu sein und Yôko verführt. Tatsächlich ist Aya, so ihr eigentlicher Name, eine geistige Führerin der Zero-Church-Sekte und plant, die Familie in diese zu integrieren…

Viel Handlung für einen Film denkt ihr? Möglich, aber der Film nimmt sich die Zeit mit einer Gesamtlänge von fast vier Stunden! Was sich aber anhört wie eine Tortur ist tatsächlich kurzweiliger als gedacht, denn grade in den ersten zweieinhalb Stunden legt der Film ein Tempo vor, bei dem keine Zeit zum Ausruhen bleibt. Erst danach wird er spürbar gemächlicher im Tempo, jedoch härter in der Gangart. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären, denn es ist tatsächlich schwer, den Film adäquat in eine Genre-Kiste zu stecken. Ein bisschen Comedy, ein bisschen Martial Arts, etwas Gore und etwas Drama Sono-typisch untermalt von klassischer Musik. Und das Erstaunliche daran ist, dass es funktioniert. Mich hat der Film auf alle Fälle gefesselt und ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen. Natürlich mit dem entsprechenden Hinweis auf die Laufzeit.

Wertung: ★★★★★

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