Glanzstücke des Zockens

Ein kurzer Blogeintrag, aufgrund einiger freudiger Überraschungen. Diese Woche haben sich nämlich ein paar neue Spiele zu meiner Sammlung gesellt. Namentlich: Trauma Team, 999 – Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors und Pandora’s Tower. Während ich erstere aus über amazon.com bestellen musste, da die Spiele niemals in hiesigen Gefilden erschienen sind ist letzteres (noch) europaexklusiv. Doch gehen wir mal ins Detail.

Trauma Team ist das dritte Spiel der Arztsaga auf der Wii. Wie in den Vorgängern geht es mal wieder darum Patientenleben über notwendige Operationen zu retten. Doch wenn das alles wäre, hätte es mich nicht weiter interessiert. Immerhin habe ich die vorigen beiden Teile aufgrund des harschen Schwierigkeitsgrads bis heute nicht beendet. Trauma Team erweitert das Konzept und teilt die Aufgaben in verschiedene Spezialgebiete. So wird in der Chirurgie weiterhin das Skalpell geschwungen, während der eher grobmotorische Orthopäde mit Muskelkraft und Bohrer die Knochen wieder in die richtige Position biegt. Dann gibt es da noch die Erste Hilfe, die mit Herzmassagen und Notbeatmung dafür sorgt, dass der Patient zumindest lebendig im Krankenhaus ankommt. Und dem eher unangenehmen Job der Endoskopie kann man auch fröhnen.
Doch daneben gibt es noch zwei weitere Gebiete, die mich am meisten interessieren: Einmal die Diagnose, in der Man Patientenbefragungen und Beobachtungen durchführt, mit Röntgenaufnahmen und Blutbildern vergleicht, um am Ende (hoffentlich) die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und auf der anderen Seite die Forensik, die natürlich da einsetzt, wo alles zu spät ist.
Leider hatte ich aufgrund regionaler Beschränkungen der Wii, die ich aber beizeiten noch mit einem Freeloader aushebeln werde, noch keine Gelegenheit in das Spiel reinzuschauen.

Kommen wir zum zweiten Kandidaten: 999 – Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors. Dieses Spiel wurde quer durchs Internet von Adventure-Fans gehypt. Ein guter Grund, es sich einmal anzusehen und zum Glück sind DS-Spiele frei von Regionalcodes – auch wenn man sie auf dem eigentlich nicht regionalcodefreien 3DS abspielt, wie ich feststellen durfte. Nun, nachdem ich bereits drei Durchgänge mit leider noch schlechten Enden hinter mir habe muss ich sagen: Genial! Tolle Story, tolle Charaktere und vor allem toll geschriebene Dialoge. Man lernt jeden einzelnen der Charaktere genug kennen, um mit ihnen zu sympathisieren oder sie mit Grund zu hassen. Doch worum geht es eigentlich?
In der Rolle von Junpei erwacht ihr in einer Schiffskabine, nicht wissend, wie ihr hier hergelangt seid und müsst feststellen, dass die Kabinentür abgeschlossen ist. Doch das ist nicht das größte Problem, denn plötzlich bricht das Bullauge und der Raum füllt sich nach und nach mit Wasser. Um hinauszugelangen müssen ein paar Rätselchen gelöst werden, die zwar nicht zu einfach sind, aber einen auch nicht übermäßig fordern. Draußen angelangt geht es zunächst eine Treppe hoch und man trifft auf acht weitere Personen, die wohl allesamt auf dem falschen Dampfer sind und nicht wissen. Dann ertönt eine Stimme aus dem Lautsprecher und erklärt ihnen, dass sie Teilnehmer des „Nonary Game“ sind und zusammenarbeiten müssen, um einen Ausweg zu finden. Danach folgen die Regeln, wer sich nicht an sie hält, löst einen Zeitzünder aus, der dafür sorgt, dass kleine Bomben, die sich in ihren Innereien befinden, explodieren und der Tapete einen neuen Anstrich verpassen. Dass es bei all dem zu Misstrauen und Streitigkeiten zwischen den Charakteren kommt, ist abzusehen. Im Grunde ist es wie Saw, nur eben gut…

Zuletzt ist heute meine Special Edition von Pandora’s Tower angekommen. Mit Freude öffnete ich das Paket, warf einen ersten Blick in das recht hübsche Artbook und packte Disc und Anleitung in das ebenfalls inbegriffene Steelbook. Danach folgte die übliche Prozedur: Code freirubbeln und auf der Seite von Nintendo eingeben, um ein paar Sterne zu kassieren. Dies getan, bekam ich eine überraschende Meldung:

Damit hatte ich nicht gerechnet, immerhin hat Nintendo es nirgends angekündigt, geschweige denn Werbung dafür gemacht. Doch es freute mich sehr. In das Spiel konnte ich noch nicht reinschauen, aber das wird sich noch im Laufe des Tages ergeben. Meine Eindrücke werde ich möglicherweise an dieser Stelle bald zum besten geben.

Puh… das war mal wieder ein längerer Blogeintrag, ich hoffe ihr verzeiht mir. Wenn nicht, mir auch egal.

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4 Kommentare zu „Glanzstücke des Zockens“

  1. Trauma Team sieht merkwürdig aus. Ich frage mich wirklich, was der Sinn dieses Spiels ist. Nicht, dass es keinen Spaß macht oder so, aber wäre glaube ich nicht so meines… 😉

    999 hingegen hört sich echt spannend an. Ich liebe ja Spielchen mit so kleinen Rätseln, Prof. Layton hat mir ja auch sehr gefallen. Vor allem interessiert mich diese „Saw“-Kompenente in dem Spiel. Auf jeden Fall ein Spiel, das ich mal spielen sollte. ^^

    Pandora’s Tower macht mich so gar nicht an. Weiß nicht, mag solche Spiele nicht besonders. Aber die Grafik ist echt gut, wie ich zugeben muss. 🙂

    Ach ja, und dann noch herzlichen Glückwunsch zu dem außergewöhnlichen Geschenk von Nintendo! 😀

    1. Trauma Team, wie auch seine Vorgänger ist eine echt spannende OP-Sim mit teilweise fiktiven Krankheiten oder Heilmethoden. Im Grunde kann man es wie ein komplexeres „Dr. Bibber“ sehen, da man auch hier eine ruhige Hand beweisen, zusätzlich jedoch die einzelnen Operationsschritte verinnerlichen muss.

      Bei 999 habe ich vergessen zu erwähnen, dass man das Spiel mehrmals durchspielen muss, um das wahre Ende zu sehen. Dabei kann man an mehreren Punkten der Story unterschiedliche Wege gehen und betritt so mit jeweils anderen Leuten andere Räume und muss eben auch andere Rätsel lösen. Leider war bislang kein Rätsel dabei, das mich in vergleichbarer Weise gefordert hat wie Professor Layton, der Fokus liegt eindeutig auf der Story.

      Zu Pandora’s Tower werde ich noch mehr sagen, sobald ich es ausführlich gespielt habe, aber vom Trailer her wirkt das Gameplay wie eine Art God of War. Die Story um die Freundin, die sich aufgrund eines Fluchs langsam in ein Monster verwandelt finde ich zudem spannend.

      Ansonsten: Danke. =)

  2. Den Trauma-Spielen hab ich nie so viel Beachtung geschenkt, weil die ja echt mal Beinhart sein sollen… und das dann mit Motion Controls/Touchscreen… ehhhh.

    999 steht mit den Cing-Spielen und Ghost Trick schon eine Weile auf der Liste der interessanten DS-Adventures (auch wenn 999 ja stark gehn Visual Novel gehen soll). Good People Die soll ja auch dann schon demnächst kommen. Zu viele interessante Spiele, zu wenig Mittel 😀

    Pandora’s Tower steht ebenfalls mit Xenoblade und Last Story auf der Interessenten-Liste, wobei ich mir hier noch nicht ganz so sicher bin, ob es mich anspricht vom Gameplay her. Außerdem sind die Charaktermodelle ja mal kotzhässlich.

  3. Zu Trauma Team und speziell zu Pandoras Tower habe ich mich wohl schon genug geäußert. Mich interessieren diese Spiele nicht und das werden sie wohl auch nie.

    Ich verstehe nicht, wie Leute sagen können, dass der DS kaum Vielfalt an Spielen hat. Ich glaube eher diese Leute haben sich noch nicht genug damit befasst. Es gibt so viel! Allein 999 ist schon ein gutes Beispiel – wenn auch es nicht lokalisiert wurde.
    Ni no kuni und Radiant Historia sind andere Beispiele für Spiele für den DS, die leider nicht lokalisiert wurden. Speziell bei Radiant Historia tut es mir in der Seele weh.
    Ich weiß, ich kann die Spiele theoretisch trotzdem spielen, aber ich konzentriere mich eher auf dieganzen anderen Titel, die auch hier erhältlich sind.

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