Die halben Wasserfälle

Es ist zwar nun schon zwei Tage her, aber dennoch möchte ich euch unseren kleinen Ausflug zu den Akame-Fällen nicht vorenthalten. Matsuoka-sensei hatte die Idee zu diesem wunderbaren kleinen Ausflug, dem sich einige weitere Leute anschlossen. Die Ergebnisse habe ich natürlich wie immer in Bildern festgehalten.

Die Fahrt nach Nabari, wo die Wasserfälle liegen, dauerte ungefähr eine Stunde und war nicht sonderlich aufregend. Da ich vergessen hatte mein Frühstück mitzunehmen, bekam ich von Ôno-sensei einen kleinen Snack, den ich nicht anders beschreiben kann als zwei Cracker mit salziger Vanillebutter dazwischen. Der Geschmack war durchaus gewöhnungsbedürftig, aber das habe ich hier ja nicht zum ersten Mal erfahren.

Am Eingang zum Wasserfallpfad stand ein kleines Häuschen, in dem man einen Einblick auf die im und um den Fluss lebende Tierwelt bekam: Riesensalamander, Axolotl und Lurche. Dann ging es auch schon den Pfad entlang des Flusses, der uns zu den vielen Wasserfällen bringen sollte, immer weiter aufwärts. Die Eindrücke, die auf einem währenddessen wirken, können mit Bilder nur schwer beschrieben werden, aber es ist wirklich ein schönes Gefühl, wenn man durch einen angenehm kühlen Wald an einem heißen Sommertag spaziert, neben einem sich ein Gebirgsbach mit kristallklarem Wasser erstreckt, dessen Wasserfälle neben ein bisschen Vogelgezwitscher die einzige Geräuschkulisse bilden.

Leider konnten wir den Weg nur ungefähr zur Hälfte genießen, denn danach war Schluss. Abgesperrt, weil der Taifun gut eine Woche zuvor stark gewütet und den restlichen Weg unpassierbar gemacht hat. Ich fand es sehr bedauerlich, denn das ist nicht das erste Mal, dass diese Naturkatastrophe mir ein paar Eindrücke geraubt hat.
Also blieb uns nichts als den Rückweg anzutreten, auf dem wir zumindest noch schöne Fotos machen konnten. Die Schlange auf dem Weg hatte ich leider zu spät gesehen, sodass sie sich bereits verkrochen hatte, bevor die Kamera bereit war.

Ähnlich erging es mir gestern als wir auf die Teilnehmer meines letzten Karaoke-Abends in Tsu warteten. In der Ferne sah ich zwei Tanukis, die über den Campus hetzten und ich überlegte nicht lange und rannte hinterher. Leider waren auch diese putzigen Viecher in unwegsames Gebüsch geflüchtet, bevor ich die Kamera ausrichten konnte. Schade, doch der Karaokeabend danach war eine willkommene Entschädigung.

Und heute? Heute habe ich den ganzen Tag hier Klarschiff gemacht und den meisten Kram für morgen verpackt, denn dann geht es ab Abends per Nachtbus nach Tôkyô. Was ich dort erleben werde, werdet ihr dann wohl in meinem nächsten Eintrag am Wochenende erfahren.

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