Sakura no hana und so…

Nach dem ganzen Stress die Woche mit Bürokratiekram pausiere ich übers Wochenende. Noemi und Freya sind immerhin angekommen, so bin ich wenigstens nicht mehr der einzige Deutsche hier an der Uni. Da sie allerdings im anderen Wohnheim sind, werde ich wohl trotzdem weiterhin mehr mit den Leuten hier zu tun haben und das finde ich auch ganz gut so, denn schließlich will ich Japanisch lernen! Ernsthaft jetzt!

Ansonsten find ich’s hier weiterhin echt toll. Jeden Tag schlendere ich mit Freude über den  begrühnten und mittlerweile blühenden Campus, blicke von der Wohnheimküche aus auf’s tiefblaue Meer und versuche mich mit Japanisch, Englisch, Hand und Fuß verständlich zu machen (in der Reihenfolge). Mittlerweile kamen auch ein Chinese des Wohnheims auf mich zu und wollte, dass ich ihm Deutsch beibringe. Im Austausch dafür bringt er mir ein paar Dinge auf Chinesisch bei. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, er hat es schwieriger, da Deutsch doch sehr viele grammatische Besonderheiten hat und am R wird er wohl scheitern, obwohl er sich echt Mühe gibt und ich schon richtige Fortschritte sehe. Ich scheitere indes wohl auch ein wenig an der chinesischen Aussprache, auch wenn er immer wieder sagt, dass das doch ganz gut so klinge… jedenfalls ist die chinesische Grammatik nicht allzu schwer und dank Kanjikenntnissen kann ich zumindest die Bedeutung eines Satzes herauslesen.
Als wäre das nicht schon genug, mischt der Mongole, der Vietnamese und der Thailänder mit. Ein bunter Sprachmix, aber ich find’s großartig!

Derweil habe ich mich für einen Sprachkurs entschieden (Intensive Intermediate). Am Dienstag geht’s dann los. Nun stehe ich vor der nächsten Entscheidung, denn ich würde gerne einem Bukatsu beitreten. Kendô und Kyûdô sind da sicherlich interessant, aber ich fürchte, die Ausrüstung ist zu teuer, als dass sich deren Anschaffung für ein halbes Jahr lohnt. Es wird also wohl entweder Shashin-bu oder Shinema âkaifu. Ich denke darüber das Wochenende nach…

Gestern gab es drei Ereignisse die wohl erwähnenswert sind:
1. Ich bin daran gescheitert mir ein Handy zu besorgen. Die wollten mir alle nen Vertrag, der dann 2 oder gar 3 Jahre gelaufen wäre aufschwatzen. Ich lehnte dankend ab und werde wohl die nächsten Tage nochmal direkt in den Softbank-Shop gehen und hoffen, dass ich da ein Prepaid-Keitai bekomme.
2. Ich war gestern das erste Mal bei McDonald’s. Und zwar nicht, weil ich das heimische Essen vermisse, denn hier gibt’s ne Menge leckerer Sachen, die ich alle noch zu probieren habe. Nein, das Gegenteil ist der Fall: Ich wollte was Neues probieren. Hier gibt’s nämlich etwas andere Sachen als in Deutschland, also habe ich mir gleich mal den Teriyaki-Burger gekrallt und er hat nicht schlecht geschmeckt. Auch die Pommes schmeckten anders als beim heimischen Meckes. Leider fand ich die nicht so pralle… ein wenig fischig, warum auch immer…
3. Ich war gestern in der Bazooka-Bar mit Noemi, Freya und zwei Chinesen aus meinem Wohnheim. Japanische Trinkkultur ist tatsächlich interessant… ein Haufen Alkohol, und dauernd wird jemand dazu ermutigt, etwas auf Ex zu kippen. Solange bis alle unterm Tisch liegen. Zumindest hat das die am benachbarten Tisch sitzende Gruppe von Japanern ziemlich gut vorgemacht. Indes sind wir ins Gespräch mit mehreren anderen Japanern gekommen. Jedenfalls wurde unsere Gruppe geschlossen von einem koreanisch-japanischen Studenten am Ende eingeladen. Wir dankten natürlich höflichst.

Neben all den noch zu bewältigenden Aufgaben habe ich es jetzt geschafft, zumindest ein paar Fotos zu schießen, aber bei dem schwachen Netz, das ich hier habe, verschiebe ich die Einsicht derer auf ein andermal.

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2 Kommentare zu „Sakura no hana und so…“

  1. Aus dem Keitai-Vertrag kommt man ziemlich leicht raus. Du musst nur sagen, dass Du wieder nach Deutschland gehst und daher das Handy nicht mehr nutzen kannst. Noch einfacher ist es, wenn Du von vornherein die Handy-Rechnung immer im Konbini bezahlst, ergo keine Bankdaten angibst.
    Die Vertragsauflösung kostete zumindest bei AU damals eine Gebühr (kA, wie hoch)

    Oh, aber geh in Japan auf jeden Fall mal zum KFC. Ich finde, die Hühnchenteile sind dort noch öliger als in Deutschland, dafür ist aber das Fleisch qualitativ besser (auch wenn ich mich mal bei Gelegenheit erkundigen muss, woher die das dort nehmen).

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