Ein Sonntag mit Folgen

Sonntage sind in der Regel ziemlich langweilig. Von einer gewissen Lethargie (und dem Kater vom Vortag) begleitet krabbelt man gegen 12 so langsam aus dem Bett und stellt sich dem Tag, an dem nichts passiert. Rappelt man sich doch mal ein wenig auf und will was unternehmen, hat meist keiner Zeit, wegen der Familie, oder keine Lust – eine generelle Begleiterscheinung des letzten Wochentages. Doch heute war es anders, heute war es tatsächlich spannend. Und ich rede nicht von der Zeitumstellung, die meinen Biorhythmus lahmzulegen versucht. Ich meine die durchaus spannende Landtagswahl in Baden-Württemberg des heutigen Tages.

by tagesschau.de

 

Ich rechne damit, dass wohl 90% der Leser jetzt das X des Tabfensters gedrückt haben dürften. Sei es, weil es sie nicht betrifft oder es sie nicht interessiert. Normalerweise rede ich auch selten über politische Themen, aber das historische Ereignis des Abends verdient es. Denn BaWü hat es geschafft, sich nach 58 Jahren von der CDU einigermaßen zu empanzpieren und auf Grün umgeschaltet. Die Wahlergebnisse erfreuen, wenn auch der Grundtenor, betrachtet man die Wahlkreise im Ländle tiefschwarz bleibt.
Doch im Endeffekt zählt das, was hinten rauskommt und das sieht momentan nach einer Grün-Roten Koaltion aus. Die revolutionäre Wende wäre also da, ob dies den versprochenen Wandel bedeutet, bleibt allerdings abzuwarten. Hoffen wir in unserem Interesse das Beste.

Soviel zur Politik. Nun zu meinem Anliegen, denn ich hatte euch vor ein paar Einträgen gebeten, Fragen an mich zu stellen. Bislang haben sich schon einige bei mir versammelt, aber noch lange nicht genug. Daher nochmal meine Bitte an euch: Stellt weitere Fragen, soviele ihr wollt und sendet sie an mich per Mail, damit ich sie bald für euch beantworten kann.

Am Ende dieses Beitrags jedoch noch ein paar Fragen an euch: Wie verbringt ihr Sonntage beziehungsweisewarum findet ihr sie toll / beschissen? Und: Was ist euer persönlicher Lieblingstag in der Woche und warum?
Natürlich könnt ihr euch auch zum aktuellen, politischen Thema äußern, aber das erwarte ich gar nicht. 😉

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5 Kommentare zu “Ein Sonntag mit Folgen”

  1. Sehr Vorteilhaft für Deutschland, ist die Einstellung der Grünen!!! Leider haben einige BW’ler nicht weiter über den AKW-Tellerrand geschaut:

    # Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig. (Jürgen Trittin – die Grünen)
    # Noch nie habe ich die deutsche Nationalhymne mitgesunden und ich werde es als Minister auch nicht tun. (Jürgen Trittin – die Grünen)
    # Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt (Sieglinde Frieß – die Grünen)
    # Migration ist in Frankfurt eine Tatsache. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.“ (Antwort auf die Beschwerde zu Integrationsproblemen von 50 Anwohnern)(Nargess Eskandari-Grünberg – die Grünen)

    Viel Spaß Deutschland und lernt daraus bei Euren Wahlen. Die BW’ler waren dumm genug einen Waffenlobbiisten in Kretschmann zu wählen- und das wo doch Winnenden in BW liegt – oder irre ich da ?! So viel zum Thema „NIX DARAUS GELERNT“…. Schade Winnenden !

  2. Man kann eben nicht alles haben. Allerdings gehe ich mit dem grundsätzlichen Wahlprogramm der Grünen mehr d’accord als dem der CDU.

    Kretschmann haben die BWler btw (außer im entsprechenden Wahlkreis) nicht gewählt, zumal man bei der Landtagswahl in BW lediglich eine Stimme hat, die sowohl über den jeweiligen Wahlkreis als auch die Landespartei entscheidet.
    Solange keine Gesetze in Gang gebracht werden, die das Waffenrecht lockern, habe ich auch keine Probleme damit, wenn dieser Herr Waffennarr ist, auch wenn ich von einem Politiker eigentlich Neutralität erwarte.

    Zu den Aussagen der aufgeführten Politiker: Es ist mir ehrlich gesagt völlig egal, denn auch ich finde Migration keine schlechte Sache und ob man die Nationalhymne nun mitsingen will, sollte wirklich jedem selbst überlassen sein.

    Im Endeffekt gibt es nirgendwo die perfekte Partei, schon gar nicht unter den großen etablierten, aber man muss sich eben für den ansprechendsten Haufen entscheiden, und der ist für mich zweifelsohne der grüne.

    Ed: Angesichts der Haltung, die du in deinem Blog vertrittst, gehe ich aber davon aus, dass du das selbst nicht objektiv siehst. Denn was man dort findet ist eine Vergötterung allens, was die CDU macht und eine Ablehnung der anderen Parteien.

  3. Eine vergötterung ist wohl leicht danebengegriffen, nicht wahr?
    Angesichts der Anti CDU Parrolen habe ich mich entschlossen, den schreienden Grünen und der SPD auch mal etwas per medialer Technik an den Kopf zu werfen. Ich bin weder Grün noch CDU. Und ich habe auch gegen die bisher von mir gewählten Partei gewettert. Meine Ablehnung gilt allen Parteien – ein Resultat aus S21 direkt vor der Haustüre.

    So schnell kann man Gottheit und Religion mit Demokratischer Meinungsäußerung verwechseln…

  4. Dass du es dir nun zur Aufgabe gemacht hast, mit Lobhudelei (Vergötterung war vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt) der CDU dem aufkommenden Trend in der Bevölkerung gegenzusteuern und im gleichen Atemzug den Verdruss aller Parteien anführst, empfinde ich persönlich seltsam. Denn wärst du objektiv, würdest du vielleicht eine ausgewogene Liste an Wahlprogrammspunkten erstellen, die du anschließend (!) mit einem persönlichen Kommentar bewerten kannst.
    Ich selbst stelle aus diesem Grund nicht den Anspruch an mich selbst, völlig neutral zu sein. Zumal mein Blog sich auch nicht vorrangig um Politik dreht. Ich habe hier lediglich versucht, das Ergebnis aus dem gestrigen Wahlsonntag zusammenzufassen. Und dass ich mich darüber persönlich freue, als von 3 AKWs umzingelter, sollte man mir wohl gönnen dürfen.

  5. Politik ist tatsächlich normalerweise nicht so meins. Andererseits freue ich mich ein wenig über das Umdenken, denn ich finde die Grünen auch am sympatischsten – auch wenn die laut Wahlomat auf Platz 2 liegen.

    Mein Lieblingstag der Woche ist Samstag. Warum, das liegt daran, dass man an diesem Tag normalerweise noch am „längsten“ frei hat. Beim Sonntag hingegen muss man gegen Abend sich wieder zeitig gebunden ins Bett begeben und denkt bereits schon an Montag.

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