Masters of Horror: Chocolate, Deer Woman, Jenifer

Das mit den zweitägigen Einträgen hat ja wunderbar geklappt… Sorry an dieser Stelle. Dafür gibt es dieses Mal gleich drei Episoden von Masters of Horror. Viel Vergnügen.

 

Jamie führt ein recht belangloses Leben. Als geschiedener Vater tut er alles, damit es seinem Sohn gut geht, eine neue Frau ist nicht in sein Leben getreten. Bis jetzt… denn seit er den Geruch von Schokolade aus heiterem Himmel wahrnahm kümmert ihn nur eines: Die Person zu finden, die diese Empfindungen in ihm ausgelöst hat.

Chocolate ist gleich das erste Beispiel dafür, dass Masters of Horror keine reine Horrorserie ist, sondern vielmehr ein Sammelsurium an ungewöhnlichen Filmen, bzw Filmen mit übernatürlichem Inhalt, der ins Brutale gehen kann. Während dieser Film noch harmlos anfängt und auch im Verlauf nicht an die Blutrünstigkeit so manchen Horrorstreifens heranreichen kann, ist er doch spannend aufgezogen. Der Protagonist, der auf der Suche nach der Ursache seiner Empfindungen ist, ist sicher nicht für jeden Geschmack geeignet, aber dennoch ein lohnend kurweiliges Vergnügen, das leider an seinem flachen Ende krankt. > 7/10

 

Ein Truckerfahrer wird tot in der Kabine seines Trucks aufgefunden und die Polizei rätselt. Laut Autopsie müsste der Brummifahrer von einem Hirsch oder einem vergleichbaren Tier plattgetrampelt worden sein, doch in der Kabine ist kein Platz für ein solches. Was ist passiert und was hat die mysteriöse Frau, die zuvor am Unfallort gesehen wurde damit zu tun?

Deer Woman ist Vieles, aber mit Sicherheit kein Horror. Wenn Horrorfans sich diesen Streifen antun wollen, sollte ihnen bewusst sein, dass sie eher eine Komödie denn Blut oder Zombies erwartet. Die hat zwar durchaus einen gewissen Unterhaltungswert, kann aber mit der Qualität der restlichen Episoden der Reihe leider nicht mithalten. > 5/10

 

Jenifer ist ein einsames Mädchen. Ein bedauernswertes Geschöpf, das geistig zurückgeblieben und im Gesicht furchtbar entstellt ist. Als Officer Frank ihr das Leben vor einem mordlustigen Irren rettet, erregt sie sein Mitleid. Da sie keine Bleibe hat, nimmt er sie bei sich auf. Ein fataler Fehler, wie sich schon bald herausstellt…

Dario Argento ist der Horrormeister Italiens, das hat er schon in vielen Filmen zuvor bewiesen. Mit Jenifer trägt er seinen grausamen Teil zur Horrorserie bei. Und ich muss als abgebrühter Horrorfan sagen, dass ich ihn tatsächlich widerlich fand. Widerwärtig und faszinierend zugleich. Der titelgebende Hauptcharakter löst viele Emotionen im Zuschauer aus und man denkt sich immer: Wie hätte ich in dieser Situation reagiert? > 10/10

Das war’s dann für dieses Mal. Voraussichtlich Donnerstag gibt’s dann die nächsten drei Episoden von Masters of Horror – Staffel 1.

Advertisements

2 Kommentare zu „Masters of Horror: Chocolate, Deer Woman, Jenifer“

  1. Ich schau die Episoden ha in Herrstellungs/US-TV-Asstrahlungs-Reihenfolge. Da kommt zwischen Chocolate und Deer Woman auch noch Homecoming, also drei Nicht-Horror-Episoden direkt nacheinander. Die mir allerdings alle drei eigentlich recht gut gefallen haben, weil sie viel Witz haben, auch wenn sie vielleicht in die falsche TV-Serie gerutscht sind ;P

    Jenifer ist wirklich toll, und das sag ich als jemand, der Argento nicht unbedingt immer so prickelnd findet. So schön ich Suspiria und Inferno fand, so durchwachsen war meiner Meinung nach Penomena und Mother of Tears. Ist aber definitiv eine Folge, die stilistisch aus dem Gesamtpacker heraus sticht. Man merkt doch, wann mal kein nordamerikanischer Regisseur dran war.

Eure Meinung? Schreibt's in den Commentsbereich!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s