gamescom 2009

gamescomIch habe überlebt!

Das will ich zunächst mal festhalten. Drei Tage Köln, davon zwei Tage Messe sind schon ein Erlebnis, aber auch anstrengend. Letzteres sollte mir seit der GC in Leipzig bekannt sein, aber das vergisst man nach einem Jahr immer so gerne. Jedenfalls: Es gab ne Menge zu zocken und diese Menge, werde ich euch nun im Detail präsentieren…

Beginnen wir unseren kleinen Rundgang bei Nintendo. Die haben einiges von (meinem) Interesse am Start gehabt, wenn auch nur in kurzen Demos, daher war ich schnell mit allem durch. Ansonsten glich der Auftritt dem von meinem Besuch auf der Leipziger Messe 2006. Es gab eine stündliche Nintendo-Show mit kleineren Gewinnen und den tollen DSi-Ausleihservice, für den man allerdings länger anstehen musste. Immerhin gab´s dafür aber wieder ein T-Shirt. Die angezockten Spiele:

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New Super Mario Bros Wii
Ja, ich starte gleich hiermit, denn es hat mich tatsächlich mehr als einmal zum Stand gelockt. Die Steuerung ist zweckmäßig und dürfte für jeden machbar sein, der schonmal irgendein 2D-Mario gespielt hat. Die Levels gingen vom Schwierigkeitsgrad in Ordnung, besonders wenn man zu Viert gegeneinander spielt kann das zwischenzeitlich fordernd sein. Wo wir auch schon beim Punkt wären: Der Vier-Spieler-Modus. Es hat mir sehr gut gefallen, dass man sowohl gegeneinander, als auch miteinander spielt. Sind alle tot, endet das Level als ungeschafft Daher versucht man sich natürlich (ein bisschen) zu helfen. Aber: Zum Schluss wird abgerechnet und wer da den längeren (Atem) hatte gewinnt.

The Legend of Zelda: Spirit Tracks
Gefiel mir persönlich zwar ganz gut, aber die Demo war doch etwas zu kurz, um das Spiel gerecht beurteilen zu können. Dungeon und Boss machen schon einiges her, das Zugfahren fand ich allerdings noch gewöhnungsbedürftig…

Professor Layton und die Schatulle der Pandora
Viel zu sagen bleibt mir nicht, auch hier war die Demo zu kurz. Gerade mal drei Rätsel durften ausprobiert werden. Die waren allerdings wieder schön designt und passend in die Story, die in wunderbaren Anime-Cutscenes erzählt wird, eingebettet.

Mario & Luigi: Bowser’s Inside Story
Eines vorweg: Ich habe die Vorgänger, so toll sie auch gewesen sein sollen, nie gespielt. Dennoch konnte mich der neue Teil einigermaßen gut begeistern. Das Kampfsystem wurde genauso beibehalten wie ihr es vermutlich aus den Vorgängern kennt und die Innen-Außen-Story, wird mit nettem Humor erzählt. Die Demo war allerdings auch hier viel zu kurz.

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Am schön designten Stand gegenüber von Nintendo wurde Scribblenauts präsentiert. Ich war bereits nach den ersten Vorstellungen auf der letzten E3 heiß auf das Spiel, nun konnte ich es endlich selbst zocken und war anschließend etwas gespalten. Die Spielidee ist weiterhin toll und wird auch konsequent genutzt, allerdings steuerte es sich etwas unpräszise und leider fehlten noch immer einige Begriffe, die ich gerne darin gesehen hätte. (Warum gibt es Gott, aber kein Jesus?) Alles in allem also abwarten.

Kommen wir zu Sony, die haben mich positiv wie negativ überrascht. Viel zu zocken gab es und vor allem viel Gutes. Negativ fand ich hingegen die etwas konfuse Aufmachung des Stands. Da standen kreuz und quer die Bildschirme und man musste eigentlich zu jedem extra hinlaufen um zu schauen, was da läuft. Ein paar Schilder mehr wären hilfreich gewesen. Doch zu den Spielen:

God of War 3
Na klar, Kratos würde mich nicht entäuschen und das tat er auch nicht. Furiose Action, wie man es gewohnt war, eingebettet in guter Grafik, die man gewohnt war… Ja, die Grafik war gut, allerdings nur Nuancen besser als damals auf der PS2. Vielleicht liegt es am Grafikstil oder der Tatsache, dass es schon damals zur Spitze gehörte, aber ich hab etwas mehr erwartet als besser aufgelöstes Blut und Innereien. Trotzdem hat es Spaß gemacht, wie man es eben gewohnt war.

Uncharted 2: Among Thieves
Ich habe den Vorgänger nicht gespielt, aber das Spiel gefiel mir, nachdem ich die konfuse Steuerung des Vorgängerspielers um gestellt habe (wer vertauscht bitte schön die Horizontale?), ganz gut. Grafik sah bis auf etwas Alliasing ganz gut aus, der leichte Comicstil gefiel mir. Ich bin gespannt.

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Heavy Rain
Nun kommen wir zu meinem persönlichen Höhepunkt. Und zwar im negativen Sinne. Kein Spiel hat mich mehr enttäuscht und ich könnte mich immer wieder über die schlimmste Steuerung auslassen, die ich mir jemals angetan habe. Der Charakter läuft furchtbar lahm, wenn auch unglaublich lässig  über das drücken einer Taste. Wär ja nicht so schlimm, wenn man wenigstens sehen würde, wohin man geht. Das weiß allerdings die Kamera zu verhindern, die einen aus zwei unglaublich tollen, cineastischen Blickwinkeln wählen lässt, aber eben nicht dahin zeigt, wo man sie gebrauchen könnte. Wahrscheinlich hätte das Spiel ein Film geben sollen und es hätte auch ganz gut daran getan, anstelle das Gameplay völlig zu opfern.

Ansonsten interessant waren White Knight Chronicles und Pixel Junk. Leider hab ich beide nicht gespielt, da die Stationen zu lange besetzt waren in dem Moment, aber vom Zuschauen gefielen mir beide.
Die PS3 slims, die überall rumstanden sahen in Natura btw nicht mehr sooo schlimm aus, dennoch: schön ist was anderes.

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Am Capcom-Stand interessierte mich vor allem Monster Hunter 3. Dort konnte man es im Onlinemodus mit drei Mitspielern zusammen anzocken. Grafisch schon ein ziemlicher Leckerbissen, aber das Gameplay fand ich ehrlich gesagt noch etwas stupide. Wahrscheinlich hab ich auch zu kurz gezockt, aber mehr als rumlaufen und draufhauen war nicht. Ich werde es dennoch mal im Auge behalten.

Ansonsten konnte mich Tatsunoko VS Capcom einigermaßen begeistern, auch wenn ich kein Beat’em Up-Spieler bin und mit den aufgestellten Fightsticks null zurecht kam. Es hatte Spaß gemacht, wenn auch nicht ganz so sehr wie Tekken 6, zu dem ich später noch komme.

Weiter ging´s zu Ubisoft, wo man erstmal ne ganze Weile anstehen durfte, bis man die E3-Demo zu Assassin’s Creed 2 präsentiert bekam. Leider durfte man nicht selbst spielen. Das Vid dazu gibt´s hier im Eintrag weiter unten.

Interessanter weil spielbar war für mich Red Steel 2, welches grafisch und vor allem vom Grafikstil schon einen netten Eindruck machte und, auch wenn die erhoffte 1:1-Schwertsteuerung ausblieb, auch steuerungstechnisch in Ordnung ging. Mein Gameplayvideo gibt´s ebenfalls unten.

Bezüglich R.U.S.E. konnte mich eigentlich nur eines wirklich begeistern: Der Steuerscreen. Ja, es gibt ihn wirklich und ich fand es recht nett, wie die Dame locker mit ein paar Berührungen die Umgebung verschob, rauszoomte und Truppen bewegte. Vielleicht sieht ja so die Zukunft des Strategiegenres aus…

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Das neue Hasenspiel Rabbids Go Home wusste mit gewohntem Spielwitz zu begeistern, dennoch bleibt der Beigeschmack einer Ausschlachtung der Marke…

Am Konami-Stand machte ich mich sofort über Silent Hill: Shattered Memories her und wurde nicht enttäuscht. Die Grafik fand ich eigentlich recht gelungen, die Stuerung ging bei mir ohne Einarbeitungszeit locker von der Hand. Die Atmossphäre war gewohnt dicht, wenn auch etwas anders, als man es von Silent Hill gewohnt war, genauer beschreiben kann ich es nicht. Ich denke aber das Spiel landet in meiner Sammlung.

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Ansonsten gab´s nicht allzu viel: Ein paar Trailer zu Calling und The Tower of Shadow waren für mich interessant, die übermäßig große Präsentation des neuen PES jedoch nicht.

Bei Bandai-Namco ließ ich mich von Tales of Symphonia: Dawn of the New World überzeugen. Geklappt hat es vor allem, weil mir der Vorgänger gefiel. Der neue Grafikstil, der etwas pastelartig wirkt, gefällt, auch wenn sicher mehr rauszuholen war. Ansonsten spielte es sich sehr ähnlich wie der Vorgänger.

Tekken 6 wollte ich nicht unbedingt zocken (wie gesagt: bin kein Beat’em Up-Spieler), aber ich ließ mich doch von meiner Begleitperson dazu überreden, mich in die Schlange zu stellen. Laune hat es gemacht, auch wenn mir außer grafischen Änderungen keine Unterschiede zum Vorgänger aufgefallen wären. Ihm hingegen schon und ich glaube ihm einfach mal, dass sich sogar bekannte Charaktere völlig anders steuern. Geholfen hat´s nix, ich ging gnadenlos unter.

Was gab´s sonst noch Tolles zu spielen? Da ich nicht so bekloppt war mich in die 4-Stunden-Schlange vor Diablo 3 zu stellen hatte ich eigentlich noch genug Zeit. Die hatte ich zum Beispiel mit Cursed Mountain verbracht. Das Spiel machte einen besseren Eindruck als vor einem Jahr, vollständig überzeugt hatte es mich allerdings nicht. Grafisch, wie spielerisch.
FFCC: The Crystal Bearers war anspielbar, sah gut aus (wenn auch nicht im von Square-Enix versprochenen Maße), ließ sich aber etwas gewöhnungsbedürftig steuern. Ich warte hier noch auf ein paar Tests, bevor ich mich zum Kauf entscheide.
Weil ich unbedingt eine Tüte mit T-Shirt und Energy-Drink haben wollte, lies ich mich dazu zwingen, Fairytale Fighters zu spielen. Das Spiel hatte außer viel Ketchup leider nicht viel zu bieten, ich fand es trotz quietschbunter Grafik recht eintönig und sehe keinen Grund, warum ich mir das zulegen sollte (neben der Tatsache, dass ich keine Xbox 360 habe).

Ein paar Spiele habe ich auf Video gebannt und möchte euch diese im Rahmen des verfrühten ersten darkIkarusEssentials präsentieren:

Ich möchte mich für die schlechte Qualität sowie für zu kurze Videos aufgrund versagender Akkus entschuldigen.

Zuletzt nun noch mein Highlight der Messe, das ich leider nicht fotografieren konnte, da wie erwähnt mein Akku leer ging. Es gab einen Gemüsestand! Ja, richtig gelesen: Der Stand, an dem ich zusammengerechnet wohl die meiste Zeit verbracht habe, hatte nichts mit Spielen zu tun. Aber die Idee war dennoch klasse. Nette Hostessen in Gemüsekostümen boten frische Tomaten, Paprika, Gurken und vieles weitere lecker angerichtet auf Platten an. Und das ganze umsonst! Wer da noch an den übertuerten Essensstationen futterte, war selbst schuld. Großes Lob für den Initiator dieser Sache.

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Nun zum Gesamtfazit: War die gamescom besser als die Games Convention? Jain. Einerseits fand ich es schön, dass dass Messegelände zentraler lag, die Messehallen etwas größer waren und die Laufwege dazwischen kürzer. Andererseits fand ich das Gelände in Leipzig wesentlich schöner, die Outdoor-Area bot wesentlich mehr und das Konzept des Anstehens zum Spielen, anstatt hinter einer Station zu warten bis die vorderen weggingen war damals nicht derart präsent. Zuletzt störten sich einige Besucher daran, dass man auf der Messe nochmal kontrolliert wird, ungeachtet der Farbe ihres Bandes. Das stellt den Sinn der Dinger natürlich in Frage.
Dennoch bleibt bestehen: Ich komme wieder und werde weiterhin zocken. Dann wird es hoffentlich einen weiteren Bericht von mir zu lesen geben. Genau hier.

 

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4 Kommentare zu “gamescom 2009”

  1. Irgendwie schreibst du, wenn du schreibst, verdammt viel. *überflieg*
    Hab für sowas eine viel zu kurze Aufmerksamkeitsspa

    Hat dir also gefallen, die gamescom? Gemüsestand (*wildeinbeliebigeswortrauspick*) klingt lustig.

  2. Kann mit dir größten übereinstimmen. Großer Kritikpunkt waren die Teilweise defekten Controller und PSP im 18er Bereich von Sony

  3. Hmmm… irgendwie finde ich es befremdlich und gleichzeitig witzig, wenn man eine Vorschau Jahre danach noch einmal liest und alle (?) Spiele bereits längst erhältlich sind.
    Sicherlich hattest du noch keine Zeit Spirit Tracks zu spielen, aber die Gelegenheit bietet sich vielleicht irgendwann ja an.

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