Weihnachten und andere Katastrophen

Bald ist es mal wieder soweit: Pseudofröhliche Menschen freuen sich des scheinbaren Familienfriedens wegen über pseudooriginelle Geschenke, die sie nie gewollt haben. Doch warum tun wir uns das jedes Jahr an? In vielen Familien gilt die Ausrede „Der Kinder wegen“, doch der Rest der Menschheit hat keinen vernünftigen Grund zur jährlichen Selbstkasteiung. Man quält sich durch Eiseskälte und übervolle Läden, um in seiner Einfallslosigkeit irgendeinen Ramsch zu kaufen, den der Beschenkte bald darauf umtauscht oder zum nächsten Sperrmüll wandert. Man versucht gute Miene zum bösen Familientreffen zu machen, für dessen Überzeugungskraft man schon Wochen vorher täglich vor dem Spiegel übt. Doch wofür das alles? Um gegen Ende des Jahres nochmal richtig was zu erleben? Um wenigstens das Gefühl zu haben, für sein Weihnachtsgeld etwas getan zu haben? Nein, es geht eigentlich nur ums Essen. Das einzige, worauf man sich wirklich an Weihnachten freut, auch wenn ein Blick auf die Waage nach drei Tagen des Stopfens nur Masochisten oder gleichgültigen Menschen zu empfehlen ist. Nun, was gibt es denn bei mir Leckeres? Mittwochs Fisch, Donnerstags Pute und Freitags… weiß noch nicht. Aber lecker wird es auf jeden Fall und es stellt für mich den Grund für Weihnachten da. Nur zu logisch: Weihnachten, das Fest der Liebe, aber Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen…
In diesem Sinne: Frohes Futtern.

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9 Kommentare zu “Weihnachten und andere Katastrophen”

  1. Bei uns wird das viel praktischer geregelt. Meine Generation geht einfach mit zum Geschenkekauf. Beim Schmücken haben wir uns auch durchgesetzt. Wurde abgeschafft, genauso wie der Baum. Hat eh nur genervt.
    Dieses Jahr war es btw. mein Bruder, der einkaufen gegangen ist, sodass ich zum ersten Mal seit Jahren noch nicht ganz genau weiß, was ich kriege. Nur so die Richtung…

  2. Also bei Weihnachten gehts doch nicht ums essen.. Iki, ich bin enttäuscht 😦

    Und Liebe geht nur manchmal durch den Magen, sonst wären ja alle schon dick?

    Bei den Geschenken finde ich es aber nicht sinnlos. Ich kaufe jemand ein Geschenk und hoffe das er sich freut. Und wenn er das tut bin ich auch glücklich. Wenn er es natürlich verkauft ist das nicht so schön..

  3. Da Meine Familie nur aus meinem Vater besteht ist für mich Weihnachten eher das Fest der Freunde…. und der Geschenke!

    Meine besten Freunde kriegen allesamt ebenfalls Sachen von mir und dies ganz ohne Häuchlerichen Unterton.

    Achja, bei mir gibts Spieße am 24.

  4. Ich sehs ähnich wie Entres und Phile – Mittlerweile finde ich das Beschenken weitaus schöner als die Geschenke. Das Essen ist natürlich auch ein tolles Argument pro Weihnachten.

    Warum aber jeder direkt davon ausgeht, dass die ganze Schenkerei heuchlerisch und falsch ist, konnte ich noch nie nachvollziehen..

  5. Auch wenn dir das schenken keine Freude bereitet, lass dich wenigstens beschenken du Sturkopf..! Weihnachten muss nicht immer geben und nehmen sein, man kann auch manchmal nur annehmen.
    Tu mir bitte den Gefallen, das ist mir sehr wichtig. Ich würde nicht so betteln wenn es nicht so wäre. =(

    Gruß

    Phili

  6. Oh, das Schenken macht mir echt Freude, sonst würde ich es nicht tun. Zwischen durch was geschenkt bekommen, ist auch ok, aber nicht dauernd.
    Ansonsten: Heiligabend überlebt, nun geht das große Fressen in Runde 2! Heute: Als Vorspeise Rote Beete-Suppe, dann Pute im Wirsingmantel mit einer Kräuterfarce und als Dessert Zimtsterneis (by Aldi TM).

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