Underrated at ESC

Die Posts werden, wie ihr sicherlich mitbekommt, weniger, was mal wieder mit meiner kleinen Nebenbeschäftigung zu tun hat. Aber Schwamm drüber und direkt zum heutigen Thema. Ja, ich muss leider zugeben, dass ich mich dessen mal wieder nicht ganz entziehen konnte, auch wenn ich wusste, dass es wieder eine Menge schlechter Musik gab. Die Rede ist vom Grand Prix d’Eurovi… ach, vom Eurovision Song Contest 2012 eben. Dieses Mal hatte ich im Vorfeld weder die Halbfinals gesehen noch mich groß dafür interessiert, wen wir eigentlich dort hin geschickt haben, daher beruht dieser Artikel allein auf der Sichtung des Finales, das ich mangels Zeit am Samstag gestern im ARD-Stream nachholte.

Aber ich werde weder auf das Siegerland Schweden noch auf den sehr schönen Hinweis von Anke Engelke, die für Deutschland die Punkteverteilung bekannt geben durfte, während dieser sie sinngemäß sagte: “Es ist immer schön wählen zu können. Aserbaidschan, Europa beobachtet deine Reise!”, eingehen. Stattdessen präsentiere ich euch meine Top 5, wie sie dank des vorherrschenden, schlechten Geschmacks in Europa niemals zustande gekommen wäre. Wie üblich in umgekehrter Reihenfolge.

5. Italien
+ Nina Zilli

> L’Amore è femmina

Ich kann mich nicht erinnern, wann Italien das letzte mal was Tolles in diesen Contest geschickt hatte, aber diesmal haben sie mit einer Amy-Whinehouse-Gedenk-Nummer meiner Meinung nach das Haus gerockt. Das kam bei den Zuschauern schon recht gut an und so landeten sie immerhin auf dem 9. Platz. Trotzdem gab es da meiner Meinung nach Songs über ihnen, die weitaus schlechter waren. Stichwort: Albanische Möchtegern-Björk-Heulkuh.

4. Deutschland
+ Roman Lob
> Standing still

Ja, ich gebe es zu. Ich fand den Song richtig toll – vielleicht ist das Urteil ein wenig durch den Hundeblick getrübt, den der Sänger an den Tag legt… Auch wenn es wohl nicht der richtige Song für so ein Spektakel hier war. Viel zu ruhig und ohne großes Highlight verursacht er trotzdem eine wohlige Gänsehaut, wenn man sich darauf einlässt. Gut, das klang jetzt arg kitschig… Jedenfalls wurde dies trotzdem recht positiv quitiert und es reichte am Ende für Platz 8 für den guten Roman.

3. Mazedonien
+ Kaliopi
> Crno i Belo

Sehr bider, aber mit schöner und Kraftvoller Stimme kommt die Sängerin von Mazedonien daher, die mit ihrem Song, der übersetzt “Schwarz und Weiß” bedeutet ein wenig in die Nightwish-Kerbe schlägt und dennoch meiner Meinung nach etwas schönes, eigenes daraus macht. Im europäischen Ranking reichte es leider nur für Platz 13.

2. Island
+ Gréta Salóme & Jónsi
> Never Forget

Eiskalt präsentiert sich die Insel des ewigen Gletschers mit einem wunderschönen Duett. Die Botschaft ist dennoch versöhnlich, wärmend und geht stimmgewaltig unter die Haut. Wie poetisch. Die Banausen von Europa hatten trotzdem nur Platz 20 dafür übrig.

1. Ungarn
+ Compact Disco
> Sound of our Hearts

Kommen wir zu meinem persönlichen Highlight und zugleich zum Most Underrated Song des Contests. Kein normaler Mensch würde auf die Idee kommen dieses wirklich schön anzuhörende Meisterwerk auf Platz 24 (von 26 Finalisten!) zu verbannen. Europa tat es dennoch. Auch aus unserem Land gab es keine Punkte hierfür. Lediglich die Finnen und die Esten haben es mit 8 bzw. 7 Punkten gewürdigt. Sehr schade…

Das war soweit mein persönliches Best of-Ranking, aber ich hab noch einen außer Konkurrenz laufen. Der Song ist nicht der beste, aber er bleibt im Kopf stecken und wenn man einmal in das herzliche Lächeln der alten Damen geblickt hat, kommt man nicht mehr davon los. Ich präsentiere die Keksomas aus Russland, die es im europäischen Vergleich auf den respektablen zweiten Platz geschafft haben!

+ Buranovskiye Babushki
> Party for Everybody

Wer sich nochmal ein komplettes Bild machen will findet alle Songs des Contests, inklusive einiger Totalausfälle z.B. aus Österreich und Monte Negro, die es zurecht nicht ins Finale geschafft haben hier.

Big N-Band

Während ich so mit dem Lernen für meine baldigen Klausuren beschäftigt bin und nebenbei Apollo Justice durchgespielt habe – im übrigen ein sehr schönes Spiel, wie eigentlich die komplette Ace Attorney-Reihe – stieß ich im Internet auf dieses schöne Video von einem Big Band-Konzert, dass zwar schon fast 10 Jahre zurückliegt, aber auch heute noch Nostalgiegefühle in jedem Gamer weckt. Für jeden, der eine kleine Reise in die Vergangenheit der Nintendo-Soundtracks antreten möchte auf jeden Fall hörenswert. Weiterlesen

Gaming Sounds – File10

Eigentlich wollte ich ja den Soundtrack eines anderen Spiels respektive Spielereihe besprechen, doch angeregt durch das derzeitige Knallhart durchgenommen, einer Kategorie von Game One, in der Chris und Wolf zusammen Spiele durchzocken, die in der Öffentlichkeit eher untergegangen sind, kam ich wieder auf ein Werk, das mir schon sehr viel Freude bereitet hat und neben seiner guten Story einen erstklassigen OST bietet: Eternal Darkness! Weiterlesen

Midi Deluxe

Heute öffnet ihr wohlmöglich schon das zweite Türchen und erfreut euch an Schokolade, Gummibärchen oder schokoladenüberzogene Gummibärchen (eine Marktlücke, wie ich finde) und da möchte ich noch ein kleines Extra adden, um euch den Tag zu versüßen, den vor kurzem bin ich auf einen ganz interessanten YouTube-Kanal gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Weiterlesen

Gedanken vor Weihnachten

Es ist soweit. Manche Leute haben bereits im März ihre Weihnachtsgeschenke eingekauft, ich habe das mal wieder kurz vor knapp gemacht. Warum ich den “Konsumterror” mitmache? Weil ich ein paar Leuten ein bisschen was von dem zurückgeben möchte, was sie mir das ganze Jahr über zukommen lassen. Weihnachten selbst ist also für mich lediglich der Zeitpunkt, an dem ich mein Vorhaben in die Tat umsetze, die eigentliche Bedeutung des Festes selbst ist mir ebenso egal wie der Zwang für manche, für jedes einzelne Familienmitglied was zu besorgen. Mir reicht es hingegen schon, einfach in gemütlicher Runde zusammenzusitzen und sich zu unterhalten. Weiterlesen

Iki unterwegs in Frankfurt

Guten Tag, guten Abend oder welche Zeit auch immer bei euch gerade ist. Endlich geht es weiter mit dem sensationellen Blog, auf den die Welt wohl nicht gewaret hat. Nachdem ich meinen Ärger in Uni und Privatleben in den letzten Wochen beseitigt habe, bin ich nun wieder in der Lage, den Blog anständig weiterzuführen. Der Preis meines letzten Gewinnspiels ist mittlerweile auch bei der glücklichen Gewinnerin angekommen, während ich letzte Woche auf einem Konzert war. Weiterlesen